SCIL – Auch Autos haben Charisma

Gastbeitrag von Uwe Günter-von Pritzbuer, Trainer des Martin Limbeck Trainings®Team

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Eine subtile, charakterbezogene, innige Liebeserklärung an das Auto der Autos: Porsche 911.
Einen Porsche kauft und fährt man nicht aus Vernunft. Hier zählen überwiegend Emotionen. Und selbstverständlich hat ein Porsche für alle vier S.C.I.L.®-Typen eine Fülle von Features parat.

Der SENSUS-Typ:
Für ihn ist ein Porsche 911 das Gegenteil von jener Sorte Autos, mit denen man irgendwo ankommt, ohne je richtig unterwegs gewesen zu sein. Jeder Kilometer ist purer Genuss. Es gibt keinen anderen Sportwagen, mit dem sich hohe Geschwindigkeiten so entspannt fahren lassen.
Aber ein Elfer will auch spielen! Kurvenreiche Straßen sind wie geschaffen für den Elfer. Es gibt Straßen, da wird Kurven fahren zum Steuer-Paradies. Mit Begeisterung kann man den Rhythmus aus Beschleunigung und Verzögerung, aus Einlenken und Auslenken genießen. Es ist, als ob man regelrecht durch die Landschaft tanzt. Doch letzten Endes ist Fahrdynamik auch nur ein Synonym für Fahrspaß. Und den spürt man bei jedem Kilometer.
Ein Elfer bringt die Emotionen auf Touren, klingt nach Abenteuer und sein schönes Design verführt die Sinne. Die Fahrtechnik erfühlt das Fahrverhalten und schaltet entsprechend. Alle Bedienelemente befinden sich dort, wo man sie intuitiv erwartet. Die Sitzposition, lässt sich wie das Lenkrad, auf praktisch alle Zeitgenossen einstellen. Durch das Cockpitgefühl und die ansteigende Mittelkonsole sitzt man noch tiefer im Fahrzeug und fühlt sich noch mehr mit dem Fahrzeug verbunden.

Eng verbunden mit dem Porsche 911 ist die Tradition seit der Sekunde Null. Sein Credo ist die Unsterblichkeit und sein Wesen die Weiterentwicklung. Das Design wurde über 50 Jahre lang behutsam und schöpferisch weiterentwickelt. Kreativ und mit Fingerspitzengefühl legt sich eine Elfer-Generation über die andere. Und das seit 1963. Eine Symbiose aus Tradition und Moderne. Die Zeit vergeht, der 911er bleibt. Deswegen ist und war der Kauf eines Elfers schon immer eine emotionale Angelegenheit, eine besondere Form einer „Liebeserklärung“ an das Automobil. Das liegt nicht nur daran, dass bei diesem Auto Träume immer jung bleiben. Das müssen die Werbeleute im Sinn gehabt haben, als sie entdeckten: Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden. Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen.

Der CORPUS-Typ:
Der Porsche 911 ist ein Auto, das nur aufgrund seiner Proportionen zu erkennen ist. Er ist längst eine unkopierbare Design-Ikone. Sein Look ist mindestens ebenso weltbekannt wie die Coca-Cola-Flasche und der Geschmack des süßen, braunen Softgetränks zusammengenommen.
Ein Elfer ist nicht nur ein optisches Vergnügen, sondern vor allem ein Wunderwerk der Technik. Seine ausgereifte Technik offenbart zügellose Kraft, seine präzise Radführung nimmt Kurven sportlich, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

Was ein Porsche 911 wirklich kann, zeigt sich, wenn Sie den Zündschlüssel umdrehen, den Leerlauf auf Touren bringen, den ersten Gang einlegen, vorsichtig aufs Gaspedal tippen und die ungezügelte Kraft über alle vier Räder auf die Straße schicken. Ein Elfer ist ein Straßenfahrzeug mit eingebauter Rennlizenz. Ein Sportwagen, ausgestattet mit einem Motor, der geduldig warten kann, bis seine Kraft gebraucht wird. Dann beschleunigt er regelrecht explosiv und hat eine beeindruckende Durchzugskraft über alle Drehzahlbereiche hinweg. Genauso liebt er leidenschaftliches Spätbremsen vor den Kehren, damit die Bremsen zeigen können, was sie wirklich können: Ihre Überirdische Wirkung! Ein knallharter Druckpunkt sorgt für ein Höchstmaß an Power. Selbst bei dicht an die Kurven gesetzten Bremspunkten, lenkt die Bremsanlage wie mit einem Zirkel gezogen, ohne Unter- oder Übersteuerung, in den Radius ein.

Aber ein Elfer setzt nicht nur Kraft direkt in Bewegung um, sondern ist ein Fest für alle Sinne. Der Sound, die Formensprache, die Linienführung, und die Technik bilden eine harmonische Einheit. Die Faszination wird im Fahrwerk geboren, nimmt ihren Weg über Räder, Reifen, Bremsen und Lenkung und springt dann auf den Fahrer über. Auf dem Weg zwischen zwei Kurven werden Gehör, Gehirn und Gesäß des Fahrers zu einer Einheit vernetzt.
Diese Art von Komposition erregt Aufsehen. Bei den Menschen mit Geschmack resultieren daraus Standing Ovations, bei Anderen eher Unverständnis. Aber wer mag sich schon mit Menschen ohne Geschmack abgeben.

INTELLEKTUS:
Der Elfer ist ein Auto der Vernunft und der Verführung. Im Umgang mit einem Elfer herrschen ganz eigene Gesetze. Die Formel ergibt sich aus der Mischung von objektiven Fakten und subjektiven Gefühlen. Besonders die Liebe zur Perfektion und das Know-How in der Komposition der besten Zutaten, haben daraus ein einmaliges Gesamtkunstwerk entstehen lassen.
Dieser Inbegriff automobiler Perfektion ist gebaut für den absoluten Grenzbereich der Physik. Dort, wo alles auf Messers Schneide steht, verkörpert dieses Auto den Begriff für sportliches Fahren schlechthin.

Bei Sportwagen kommt es nur auf eines an: überzeugende Zahlen. Und genau die hat der 911. 257 kw (350PS) bei 7.4001/min und ein maximales Drehmoment von 390 Nm bei 5.600 1/min. Noch konkreter: 4,8 s von 0 auf 100 km/h und 289 km/h Höchstgeschwindigkeit. Kräfte, die der Elfer präzise und direkt über das 7-Gang-Schaltgetriebe überträgt. Dank Hubraum-Downsizing sind Verbrauch und CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorgängermodell um bis zu 15% niedriger. Allein 400.000 Zeilen für den Motor – dieser Quellcode des Motorsteuergerätes ist für die Performance der sechs Zylinder verantwortlich.
Für kontinuierliche Effizienz hinterfragen die Ingenieure permanent Komponenten, um aus dem Vorhandenen das Maximum herauszuholen. Deswegen ist der Porsche 911 das Präzisionsinstrument unter den Sportwagen. Er besitzt nahezu alles, was heute möglich ist. PASM, PDK, VariocamPlus, Thermomanagement um nur einige technische Finessen zu nennen.

Dieses Auto bringt Dinge zusammen, die sich eigentlich widersprechen. So wie Spritverbrauch und Schnelligkeit. Und doch ist ein 911er in erster Linie alltagstauglich. Er schätzt Geradlinigkeit und liebt Kurven. Egal ob Serpentinen, Haarnadelkurven, Spitzkehren oder Schlängelstraßen – er giert nach jeder nächsten Kurve, um sie zielgenau und spurtreu auszufahren.
Auf der Geraden will er ins scheinbar Unendliche beschleunigen. Von Null auf hundert allein ist nicht wichtig. Sondern vor allem das, was danach noch kommt. Mit vierfacher Motorleistung arbeitet die Bremsanlage. 1.600 PS packen zu, wenn die maximale Bremsleistung der PCCB-Bremsen zum Einsatz kommt. Zwei fingerdicke Bremsscheiben aus Kohlefaser, die erst ab 500 Grad Celsius „funktionieren“, wie die Techniker sich ausdrücken. Gemeint ist jedoch beißen. Am wohlsten fühlen sie sich zwischen etwa 500 und 920 Grad. Das nennen die Ingenieure „Arbeitsfenster“. Unterhalb und oberhalb dieser Grenzen sind sie schlapper als jede Bremse in einem x-beliebigen Normalauto. Da bitte vorsichtig sein!
Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, übernimmt die Elektronik durch ein intelligentes Risikomanagement die Regie. Sensoren kontrollieren beim Bremsen u.a. die Drehzahlen aller vier Räder, die Längs- und Querbeschleunigung des Fahrzeugs sowie den Lenkwinkel. Porsche nennt es die intelligente Art, schneller zu sein.

Doch es ist nicht die Technik allein. Neben sportlichem Komfort ist das Interieur ergonomisch durchdacht. Überlegte Ergonomie durchzieht das gesamte Interieurdesign. Bedienlogik und -anordnung, Formen und Materialien folgen einem klaren Prinzip: dem direkten Weg. Diese Stringenz unterstreichen auch die Instrumente, die klar und deutlich über die relevanten Daten Auskunft geben.

Fazit: Dieses Auto ist der Begriff für sportliches Fahren schlechthin. Gut, dass sich die Porsche-Ingenieure nicht nur mit vielen Variablen beschäftigen, sondern auch mit einer Konstanten. Der 911!

LINGUA:
Es gibt Menschen, die Spuren hinterlassen wie Reifen im feinen Sand. Einer davon ist Ferry Porsche. Ein Pionier des Automobilbaus. Benzin im Blut hatte er von Geburt an. Seine Vision war, schnelle, zuverlässige und qualitativ hochwertige Sportwagen mit hoher Alltagstauglichkeit zu bauen. Sein Grundsatz dabei: das Ungewöhnliche zu wagen, aber das Unvernünftige zu vermeiden.
Seine Vision war und ist keine Sternschnuppe, die verglüht, wenn eine Mode eine andere ablöst. Das Grundkonzept des Elfers ist seit Jahrzehnten unverändert und dennoch modern wie nie zuvor. Seit der Gründung von Porsche geht der Blick nach vorne, denn die Tradition des Elfers war schon immer die Zukunft.
Auf der Suche nach ihr begegnet man zunächst der äußeren Erscheinung. Die Klarheit seiner Körperlichkeit ist eine klare Botschaft. Meisterhaftes Design, sportliche Eleganz ohne Ecken und Kanten. Ein Elfer wirkt im Stand wie ein Sprinter unter Hochspannung in den Startblöcken.
Im Stand bewegend, in Bewegung eine Präzisionsmaschine. Beim Elfer wird jeder noch so leichte Druck auf das Gaspedal mit einer absolut einmaligen Spontanität beantwortet. Es gibt kein Verzögern, kein Verschlucken. Durch die hohe Elastizität des Motors werden Überholmanöver zu kurzen Zwischenspurts im Sinne bestmöglicher aktiver Verkehrssicherheit.
Sicherheit ist nicht nur Pflicht, sondern Teil der Philosophie. Der Elfer lässt dem Fahrer noch Luft, wenn er den Atem anhält. Wegen seiner kurzen Bremswege. Seiner Bodenhaftung. Seiner Performance. Seiner Technik. Elektronische Helfer wie ABS oder PSM bevormunden nicht, sondern schützen wie Zahnpasta vor Karies. Der Fahrer wird das Motto: “Fahrer lenkt, der Wagen denkt“ verstehen.

Die Musik spielt nicht nur die ausgereifte Technik oder der Motor. Ein Charaktermerkmal eines Elfers ist sein unverwechselbarer Sound. Für Manche klingt er wie das Surren einer Nähmaschine, nur aggressiver. Für andere röhrt er wie ein Hirsch. Für Connaisseure sind die Geräusche, die der Boxermotor eines Porsche 911 erzeugt, weit mehr als schnöder Motorenlärm. Die Klänge verheißen allesamt Charakter. Ein Elfer brummelt wie ein satter Bär in niedrigen Drehzahlen, faucht beim Gasstoß kurz auf, um mit kraftvoll-dunkler Geräuschkulisse den energischen Vortrieb angemessen zu untermalen. Hier offenbart er sein volles Klangpotential.
Für besonderen Ohrenschmaus sorgt die in vier Rohren endende Sportabgasanlage. Sie produziert einen Sound, der die Gänsehaut vervielfacht. Damit klingt bereits das Erwachen des Elfers wie eine monumentale Wagner-Symphonie. Drückt man das unscheinbare Knöpfchen mit dem Doppelauspuff-Signet auf der Mittelkonsole, kommt das Grollen eines anschwellenden Gebirgsflusses dazu.

Der Elfer war nie ein Leisetreter. Insbesondere dann, wenn der Fahrer die Pferdchen richtig loslässt. Der Start aus dem Stand ist ein Abschied von der Entdeckung der Langsamkeit. Es ist fast wie ein Katapultstart auf einem Flugzeugträger.
Wenn der Elfer beim Kurvenfahren auf Touren kommt, ist er ein Bergrenner aus echtem Schrot und Korn. Mit heißem Bariton stürmt er enge Passstraßen hinauf und beschleunigt regelrecht explosiv. Das ist der Moment, in dem es einen ohne Vorwarnung in den Sitz drückt und man glaubt, eine Apollo Rakete zündet die zweite Stufe.

Der Elfer ist aber nicht nur ein Sportwagen. Alltagstauglichkeit ist beim Elfer kein bloßes Lippenbekenntnis. Sein gesamtes Interieur ist darauf abgestimmt. Der Innenraum präsentiert sich wie eine Spielwiese von Sattlern und Dekorateuren. Die Sitze geben Halt, wie der berühmte Schoß von Abraham. Die Instrumente liefern schnelle Informationen für schnelle Manöver. Denn nur wer später bremsen kann, ist schneller am Ziel.
Sie werden bei einem Elfer viel an Komfort finden, aber nichts, was keinen Sinn macht. Nichts, was die Porschefahrer von dem ablenkt, was Sie eigentlich wollen. Porsche fahren.

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