Zum grauen Blog – Stil und Lebensfreude für den Mann ab 55

1957 war doch gerade erst­­

 

Schon ganz bald schaue ich in diesem Jahr zufrieden auf 64 Lebensjahre zurück. Ich danke für die vielen wertvollen Begegnungen mit Menschen und all die Dinge, die ich erlebt, erfahren, ertragen, erkannt und an denen ich mich in der überwiegenden Zahl erfreut habe. Ich bin dankbar für

­­• drei großartige Söhne
• meine Gesundheit und Energie
• die fast 4 Jahrzehnte währende Selbständigkeit
• die Kunden, die mir so lange treu waren und sind und
• die vielen wertvollen Freundinnen und Freunde

Ob das wirklich Jemanden interessiert, weiß ich nicht genau. Aber ich wollte einen eher persönlichen Einstieg in den ersten Artikel dieses Blogs mit dem Titel  Zum grauen Blog – Buntes Leben für den Mann ab 55. Gerne will ich noch schnell erklären, wie und warum es zu diesem Blog kam. In der jüngeren Vergangenheit habe ich öfter das Gefühl, dass die Zeit seit 1957 mit jedem Tag ein bisschen schneller vergeht. Dabei habe ich aber noch ganz viel Unsinn im Kopf und jede Menge vor. Deshalb werde ich in diesem Blog auch mehr über die Gegenwart und Zukunft schreiben und reden, als über die Vergangenheit. Es würde mir großen Spaß machen ganz viele Altersgenossen damit anzustecken und zu inspirieren, sich mehr mit dem zu beschäftigen, was ist und noch kommt, als mit dem, was war. Für mich gab es diesbezüglich einen entscheidenden Impuls:

DIE ZEIT

 

Am 28. Januar 2021 fiel mir dann die ZEIT Ausgabe No 5 ins Auge. Sie titelte: „Die zweite Hälfte des Lebens…ist sie besser? Ab 55 werden die Menschen immer zufriedener und vieles wird leichter. Wie kann das sein?“ Zitat Ende. Nachdem ich alle Beiträge zu diesem Thema in der entsprechende ZEIT Ausgabe gelesen hatte, recherchierte ich im Internet und suchte nach Blogs für Männer über 55.

Apothekenumschau, nein danke.

Was ich fand waren Webseiten, die mich in Art, Inhalt und Aufmachung stark an die Apothekenrundschau erinnerten. Angesichts der Auflage dieses Magazins (rund 9 Millionen Exemplare) ist zu vermuten, dass es seine Berechtigung hat.

 

Allerdings fühle ich mich von diesem Magazin ebenso wenig angesprochen, wie von den ähnlich gestalteten Seniorenblogs. Auch dann oder erst recht nicht, wenn sie sich BestAger, Silverliner oder ähnlich schönfärbende Namen geben, als erstes Bild auf der Homesite dann aber eine typische Pflegesituation zeigen. Weder bin ich an Rheumasalben, noch an Hörgeräten, auch nicht an Kaffeefahrten zum Zwecke des Heizdeckenerwerbs, geschweige denn an Treppenliften interessiert. Jedenfalls bis auf Weiteres nicht und ich hoffe, dass das noch ganz lange so bleibt.

Mann weiß, was er will.

Also zumindest nehme ich für mich selbst in Anspruch, dass ich weiß, was ich will. Ich will wissen, wie zeitgmäßer Chic für einen Mann in meinem Alter aussieht. Ich will wirksame Tipps, wie ich meinen inneren jugendlichen Heißsporn mit meinem an manchen Morgenden zerknitterten Spiegelbild am besten in Einklang bringe. Wo sind die besten Bars? Welche Kneipen sind gerade angesagt? Wie verhelfe ich meiner Partnerin im Klimax stimmungstechnisch ganz oben auf der Welle zu reiten und nicht ins Elend abzutauchen? Was belebt die allmählich ermüdende Lust auf Sex nach 20 Jahren Partnerschaft? Wie erfreue ich mich an Frauen auf Augenhöhe, anstatt lüstern der 25 Jahre Jüngeren hinterher zu gaffen? Welche Drinks sind in? Welche Körperpflege geht richtig unter die Haut? Wie bekomme ich die Balance zwischen Anspannung und Entspannung hin? Womit kann ich bei meinen Freunde kulinarisch punkten? Wieviel Tiefgang und wieviel Oberflächlichkeit verträgt eine Partnerschaft? Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Mann und Frau am besten? Was sind die neuesten Apps und wozu sind sie gut?  Über welche Geschenke wird sich meine Freundin in diesem Jahr vielleicht am meisten freuen? Welche Filme oder Serien sind gerade hipp? Welche neuen Weine sind besonders zu empfehlen?

Und das ist nur ein kleiner Querschnitt durch die Themen, die mich wirklich interessieren. „Ich bin nicht alt nur schon ganz lange jung“ lautet der Titel eines der wundervollen Bücher von Alexandra Reinwarth. Genau so jung will und werde ich auch in Kopf ud Herz noch ganz lange bleiben.

Zum blauen Bock

Auch diese legendäre TV-Show erblickte 1957 erstmalig das Fernsehlicht der Welt. Junge Frauen und Männer meines Alters dürften sie noch kennen. Zwischen 1957 und 1987 wurden insgesamt 208 Folgen produziert und ausgestrahlt. Die ersten 9 Jahre wurde die Sendung von Otto Höpfer und ab  1966 von Lisa Wöhr und Heinz Schenk moderiert. Musik, Gespräche über Gott und die Welt, Sketches und gute Laune waren die wesentlichen Elemente dieser Institution des öffentlichen rechtlichen Showbusiness. Das Wort „blau“ im Namen der Sendung spielte auf den Alkohol an, den es in dieser Sendung für die Gäste stets zur Genüge gab. Der hessische Bembel voll Äppelwoi wurde zum Symbol dieser Show, die zu ihren besten Zeiten von 20 Millionen Menschen eingeschaltet wurde.

Kleiner Ausschnitt aus diesem Klassiker in Serie:

Hier im Blog wird es neben vielen anderen interessanten Themen „only for men“ auch um Alkoholika gehen. Und vielleicht finden wir (Ihr liebe Leser und ich) auch gemeinsam irgendwann ein Symbol, dass die Lebensfreude des Mannes ab 55 ohne viele Worte zum Ausdruck bringt. Falls Euch spontan eine Idee dazu in den Sinn kommen sollte…Vorschläge sind herzlich willkommen und werden hier auch mit Ross und Reiter veröffentlicht. Selsbtredend würde ich mich natürlich darüber freuen, wenn wir mit diesem Blog auch die 20 Millionen Grenze knacken. Und aus heutiger Sicht haben ich definitiv vor, mehr als 208 Beiträge zu schreiben. Gerne auch mit Eure Hilfe, Männer. Hier sind wir unter uns. Zum grauen Blog soll Inbegriff für Stil und Lebensfreude von Männern ab 55 werden. Wir können ganz offen über alles reden und schreiben. Von Mann zu Mann. Ich wünsche uns viel Spaß!

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